20.12.2011 15:05 (0 Kommentare)
Die sächsischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten begrüßen, dass mit der „Berliner Erklärung“ nun ein breites gesellschaftliches Bündnis öffentlich eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen in Deutschland fordert. „Endlich setzt sich auch bei uns in Deutschland die Erkenntnis durch, dass wir mit freiwilligen Vereinbarungen nicht weiterkommen“, so Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen.
Damit sei das Ziel der Gleichstellung aber noch nicht erreicht. „Das ist ein erster Schritt“ macht Bucksch deutlich. „Schon viel zu lange ringen CDU/CSU und FDP um eine klare Position. Flexiquote von Ministerin Schröder, leere Versprechungen von Ministerin von der Leyen: Gleichstellungspolitik mit Herz und Hand sieht anders aus. Die SPD und die Jusos zielen auf eine verbindliche, gesetzlich 40-Prozentquote nicht nur in Aufsichtsräten, sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne“. Einen entsprechenden Gesetzentwurf wird die SPD- Bundestagsfraktion zur Abstimmung im Bundestag stellen.
„Mit einer gesetzlichen Quote von 40 Prozent werden Frauen, die sich für Kinder entscheiden, auch nicht mehr von Aufstiegchancen ausgeschlossen. Die Unternehmen sind endlich gezwungen, mehr zu tun, als nur Absichten zu erklären. Wie lange will die deutsche Wirtschaft noch ignorieren, dass Frauen bessere Abschlüsse als die Männer vorweisen? Unsere Frauen haben starke und klare politische Rahmenbedingungen die mit diskriminierenden Zuständen aufräumen, verdient. Die Jusos begrüßen ausdrücklich, dass damit eine progressive Frauenpolitik in den Bereichen Familie und Arbeit endlich beginnen kann. Gleichzeitig kann diese Quote nur ein Anfang an sein um Frauen in allen Branchen und auf allen Ebenen endlich verantwortungsvollere Aufgaben zu übertragen und sie dafür auch entsprechend zu bezahlen.“, so Bucksch weiter.
„Wir Jungsozialistinnen und Jungsozialisten fordern CDU/CSU und FDP auf, dem Gesetzentwurf der SPD im Bundestag zuzustimmen. Dann ist die gläserne Decke durchbrochen“, stellte Bucksch abschließend fest.