12.01.2012 15:05 (0 Kommentare)
Im Dezember vergangenen Jahres verkündete die schwarz-gelbe Landesregierung Sachsens ihr Bildungspaket 2020. Dieses sieht bis 2015 die Einstellung von 2.200 Lehrer/innen und zugleich eine Erhöhung der Zahl der Lehramtsstudierenden und Referendarinnen und Referendaren vor. Kultusminister Wöller (CDU) pries diese Vorzüge des Paketes an und betonte, dass diese dazu beitragen würden, „in Sachsen die schulische Qualität zu sichern“.
Dazu Tino Bucksch, Vorsitzender der sächsischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten: „Der Umstand, dass die Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen dem Statistischen Bundesamt zufolge im Durchschnitt knapp 52 Jahre alt sind und somit nach Angaben des sächsischen Kultusministeriums bis 2020 etwa 9.100 altersbedingte Abgänge erwartet werden, verdeutliche aber, dass das Problem viel weitreichender ist. Was wir brauchen, ist ein wirkliches Konzept, welches den Lehrermangel auch über 2015 konsequent bewältigt. Jede Stelle die wegfällt muss adäquat ersetzt werden. Eltern fürchten den Ausfall von Schulstunden und dass ihre Kinder in überfüllten Klassen nicht mehr die optimale schulische Bildung erhalten. Diese Ängste zu bekämpfen, fordern die sächsischen Jusos seit Langem.“, so Bucksch weiter. „Daneben muss sich auch die Situation für die Referendarinnen und Referendare und jungen Lehrkräften deutlich verbessern. Dazu gehört neben einem einheitlichen Vorbereitungsdienst – derzeit existieren zwei verschiedene, ein einjähriger und ein zweijähriger – vor allem ein höheres Gehalt, das sich am Bundesdurchschnitt orientieren sollte. Sachsen kann sich nicht als PISA-Meister feiern lassen und gleichzeitig seine Pädagoginnen und Pädagogen bundesweit am schlechtesten bezahlen!“
Bucksch abschließend: „Wenn selbst CDU-Landtagsabgeordnete wie Thomas Colditz Alarm schlagen, sollte die Staatsregierung handeln. Die sächsischen Jusos fordern Kultusminister Roland Wöller auf, den roten Stift aus der Hand zu legen und endlich das entsprechende Geld in die Hand zu nehmen, um unseren Kindern das zuzusichern, was der gesellschaftliche Konsens möchte: Beste Bildung für alle!