Jusos erwarten von neuer Intendantin Karola Wille neue Impulse beim MDR

23.10.2011 10:56 (0 Kommentare)

Staatsferne und Programmreformen sind dringend geboten

Der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch dazu: „Wir sind gespannt, welche Veränderungen den MDR zukünftig erwarten. Mit der Wahl Willes wurde nun ein Zeichen für eine grundlegendere Staatsferne des Senders gelegt, der immer wieder als CDU-nah wahrgenommen wird. Dies kann jedoch nicht reichen: wir Jusos fordern, dass die Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zukünftig mit mindestens einem Drittel durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besetzt werden, die durch die gesamte Belegschaft gewählt werden müssen.“

Darüber hinaus erwarten die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Veränderungen in der Programmstruktur: „ Es kann und darf nicht sein, dass das Image des MDR hauptsächlich durch Volksmusik und Ostalgie-Sendungen geprägt ist. Für junge Leute erscheint das Programm nur antiquiert und nicht attraktiv. Wo ist zum Beispiel wie beim RBB oder dem NDR der junge Radiosender für das gesamte Sendegebiet? Warum wird Sputnik nur in Sachsen-Anhalt ausgestrahlt? Warum wurde die Zielgruppe von MDR Jump auf ältere Hörerinnen und Hörer ausgerichtet? Wo sind Sendungen im Fernsehprogramm, die sich mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen auseinandersetzen? Hier bedarf es grundlegender Veränderungen, um die Akzeptanz des MDR bei jungen Leuten zu steigern.“, so der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch abschließend.

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