11.01.2012 15:05 (0 Kommentare)
Die Jusos Sachsen kritisieren die Entscheidung des sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, sich gegen eine gesetzliche Regelung zur Weiterbildung auszusprechen.
Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Wenn der geistige Vater der Idee, Fachkräfte mit Eierschecke nach Sachsen zu locken, mir weis machen möchte, dass seine Vorstellung von Weiterbildung näher an der Lebensrealität der Menschen ist, dann ist diese Äußerung von Staatsminister Morlok einfach absurd. Die Arbeitnehmer brauchen in der Frage der Weiterbildung Rechtssicherheit gegenüber den Arbeitgebern. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen bezahlten Weiterbildungsurlaub ist hierbei die richtige Antwort.“
Die Jusos Sachsen sehen schon seit langem auch in einem gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung ein adäquates Mittel, um dem Anspruch des lebensbegleitenden Lernens gerecht zu werden.
Tino Bucksch abschließend: „Die Phase des Lernens endet nicht mit einem Hochschulabschluss oder dem erfolgreichen Bestehen der Ausbildung. Berufliche, politische oder allgemeine Weiterbildung ist wichtiger denn je. Auch für Arbeitnehmer sollte dies gelten. Dies gegenüber den Arbeitgebern durchzusetzen, bedarf einer gesetzlichen Regelung, die den Ansprüchen der Arbeitnehmern gerecht wird. Hier einzig auf Appelle an die Arbeitgeber zu setzen, ist der falsche Anreiz.“