Kürzungen zurücknehmen, denn: Wer an Bildung spart, hat in der Schule nicht aufgepasst

14.11.2011 10:20 (0 Kommentare)

Linksjugend Sachsen, Grüne Jugend Sachsen und Jusos Sachsen rufen zu der am Montag, den 14.11.2011 geplanten Bildungsdemo „Kürzer geht nicht“ auf. Die Demonstration startet 13.00 Uhr am Augustusplatz. Die Route geht vom Augustusplatz bis zum Hauptbahnhof mit Zwischenkundgebung auf dem Simsonplatz. Teilnehmen wird ein breites Bündnis aus Studierendenvertretungen, parteipolitischen Jugendorganisationen und Gewerkschaften.

Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Überfüllte Hörsäle, steigende Mensapreise, wegfallende Professuren, Streichung von Tutorien – den sächsischen Hochschulen steht das Wasser bis zum Hals und die schwarz-gelbe Landesregierung wird nicht müde dies als „Hebung von Synergieeffekten“, „Sichtbarmachung der sächsischen Wissenschaftslandschaft“ oder Beitrag zur „Entwicklung der Wissensgesellschaft“ zu verkaufen.

Wurzel all diesen Übels: der Hochschulentwicklungsplan 2020 des sächsischen Wissenschaftsministeriums – viel Geschwurbel auf 200 Seiten um letztendlich einen Gedanken in die Tat umzusetzen: Streichen bei denen, die am kürzesten Hebel sitzen – Studierende. Bis zum Jahr 2020 sollen an den Hochschulen und Universitäten des Freistaates 1000 Stellen gestrichen werden, hinzu kommt die Kürzung von Mitteln für die Studentenwerke.“.

„Die seit Jahren bestehende Überlastung der sächsischen Universitäten wird schlichtweg ignoriert, doch darunter leiden Lehre und Forschung gleichermaßen. Die Dozierenden haben bei dem zu bewältigenden Arbeitspensum angesichts stets steigender Studierendenzahlen unmöglich Zeit, um ihre wissenschaftliche Arbeit voranzutreiben.“ erklärt Silvia Kunz,Sprecherin der Grünen Jugend Sachsen. „Studiengänge unter dem Gesichtspunkt ihrer marktwirtschaftlichen Nützlichkeit zu beurteilen, sehen wir zudem als unvereinbar mit dem Ideal einer unabhängigen, gesellschaftlich orientierten und offenen Bildung und Wissenschaft an.“ so Silvia Kunz weiter.

Um diesen Missverhältnissen entgegen zu wirken und für eine adäquate Finanzierung sächsischer Hochschulen einzutreten, ruften die drei Organisationen daher Studierende, Schüler_innen, Dozierende und alle mit dem Kürzungswahn der Landesregierung Nichteinverstandenen dazu auf, ihren Unmut am 14.November auf Leipzigs Straßen bei der Demo gegen die Kürzungen kund zu tun.
Tillman Loos, jugendpolitischer Sprecher DIE LINKE Sachsen stellt abschließend fest. „Wer an Bildung spart, hat in der Schule nicht aufgepasst. Es ist daher jetzt enorm wichtig den Regierenden zu beweisen, dass ihr zukunftsgefährdendes Verhalten, nicht einfach von uns akzeptiert wird! Sachsen muss dafür sorgen, dass eine qualitativ hochwertige Bildung ALLEN offen steht! “

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