Perspektivlosigkeit und Qualitätsmängel sind keine Lösungen gegen den Fachkräftemangel

16.02.2012 15:05 (0 Kommentare)

Jusos Sachsen entsetzt über Situation am Ausbildungsmarkt

Die Jusos Sachsen zeigen sich besorgt angesichts einiger Tendenzen, die die Vorstellung des "Ausbildungsreport 2011" des Deutschen Gewerkschaftsbundes offenbart.

Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: "Der Ausbildungsreport bestätigt auf erschreckender Art und Weise, dass viele Ausbildungsbetriebe nicht verstanden haben, dass der Fachkräftemangel nicht dadurch zu bekämpfen ist, dass die noch wenigen verbliebenen Auszubildenden auch noch durch Überschreiten rechtlicher Regelungen, schlechter Bezahlung und mangelnde Ausbildungsqualität verschreckt werden und den Freistaat verlassen."

Die Jusos Sachsen haben sich schon vor Jahren für eine stärkere Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes eingesetzt und fordern seit geraumer Zeit die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung.

Es ist für die Jusos Sachsen unverständlich, warum die Betriebe nicht stärker auf die Bedürfnisse ihrer Auszubildenden eingehen oder sich wenigsten an elementare juristische Vorgaben halten. Die Tatsache, dass inzwischen weniger Azubis zur Verfügung stehen, darf nicht dazu führen, dass die verbliebenen, wie z.B. im Hotelgewerbe ausgebeutet werden.

"Für uns Jusos kann die Antwort nur darin liegen, dass den Auszubildenden eine Perspektive im Freistaat geboten wird und von staatlicher Seite stärker auf die Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes geachtet wird. Denn dies dient primär dazu, die Jugendlichen vor schlechten Arbeitsbedingungen und der Gefahr von Ausbeutung ihrer Arbeitskraft durch die Ausbildungsbetriebe zu schützen.", so Bucksch abschließend.

Zurück