Rechtspopulistische CDU-Initiative: Jusos fordern JU-Vorsitzenden Dierks und CDU-Fraktionsvorsitzenden Flath zu einer klaren Distanzierung auf

23.01.2012 15:05 (0 Kommentare)

Die Jusos Sachsen kritisieren die Unterstützung der rechtspopulistischen Initiative „Linkstrend stoppen“ durch führende Vertreter der sächsischen CDU. Von prominenten Fürsprechern dieser Gruppe wie dem Junge-Union-Landesvorsitzenden Dierks oder dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Flath fordern die Jusos eine klare und öffentliche Distanzierung von dieser Gruppe, deren Ansichten die Jusos rassistisch, chauvinistisch und islamophob finden..

Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Es ist besorgniserregend, zu sehen, dass  eine solche Initiative innerhalb der sächsischen CDU breit unterstützt wird. Die Fürsprache prominenter CDU-Mitglieder wertet diese Gruppe und ihre Ziele noch auf. Wer in seinem „Manifest“ gegen die EU, die Menschenrechte von Minderheit und das Selbstbestimmungrecht von Frauen hetzt, der spottet der Werteordnung unserer Verfassung. Mit Propaganda gegen die „Homo-Ehe“ oder dem Schüren von Angst vor einer angeblichen schleichenden Islamisierung wird versucht, am rechten Rand zu fischen. Da wundert es kaum, dass die CDU nicht aktiver gegen Nazis vorgeht.“

„Empfehlungen für Internetseiten wie „Politically Incorrect“ und die Junge Freiheit setzten dem ganzen noch die Krone auf. Hier wird sich in einem Netzwerk absurder Verschwörungstheorien gegen eine angeblich linke Unterwanderung der Gesellschaft verstrickt. Dass Islamhasserseiten wie diese auch dem rechten Massenmörder Anders Breivik als Inspiration dienten, dürfte in der Union bekannt sein. Von einer Partei, die seit mehr als 20 Jahren den Freistaat regiert, erwarte ich eine klarere Abgrenzung gegenüber solchen rechtspopulistischen und rechtsradikalen Bewegungen.“, so Bucksch abschließend.

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