Zwangsabgabe für Kinderlose ist hanebüchener Unsinn

15.02.2012 15:05 (0 Kommentare)

Zur, von der Gruppe der jungen Unionsabgeordneten um den sächsischen Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz, geplanten Strafgebühr für Kinderlose erklärt der sächsische Juso-Vorsitzende Tino Bucksch: „Zu Recht hat die Bundeskanzlerin den überflüssigen Vorschlag, eine Abgabe für Kinderlose einzuführen, um die sozialen Sicherungssysteme auf ein zukunftssicheres Fundament zu stellen,  abgebügelt. Dass nun trotzdem der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag diesen Vorschlag sogar hilfreich findet, sagt viel über das überholte Menschenbild der sächsischen CDU aus. Da wird nicht unterschieden, ob man überhaupt Kinder bekommen kann oder sogar daran gehindert wird, Kinder zu adoptieren. Auch unsichere Beschäftigungsverhältnisse, niedrige Löhne, insbesondere für junge Frauen, und unzureichende Kinderbetreuung können Gründe für Kinderlosigkeit sein.“

„Die CDU in Sachsen sollte sich lieber Gedanken machen, was an ihrer Familienpolitik falsch ist. Wer immer wieder bei der Kinder- und Jugendhilfe kürzt, nicht genügend Kinderkrippenplätze zur Verfügung stellt, das kostenfreie Vorschuljahr gestrichen hat sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse als notwendig erachtet und damit für 25 Prozent der unter 15-Jährigen mit Armut bedroht, braucht nicht solche abstrusen Vorschläge zur Steigerung der Geburtenzahlen zu machen.“, so Bucksch weiter.

Da Familienplanung etwas mit Sicherheit zu tun habe, diese die sächsische Staatsregierung allerdings nicht in Aussicht stellt, fordert Bucksch abschließend: „ Das Anliegen die sozialen Sicherungssysteme zukunftssicher zu machen ist richtig, kann aber nur gelingen, wenn alle Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag leisten. Daher fordern wir Jusos seit Jahren die solidarische Bürgerversicherung.“

Zurück