17.02.2010 17:45 (0 Kommentare)
Nein zur 2,0
Jusos Sachsen fordern ein durchlässiges Schulsystem anstatt Zugangsvoraussetzungen für das Gymnasium und einer frühzeitigen Auslese nach der 4. Klasse
Dresden. Das Vorhaben der CDU/FDP Regierung für die Bildungsempfehlung in der 4. Klasse höhere Maßstäbe zu setzen, stößt bei den Juso Sachsen auf konsequente Ablehnung. Eine Bildungsempfehlung in der 6. Klasse lehnen die Jusos ebenfalls ab.
Tino Bucksch, Vorsitzender der Juso Sachsen: "Die Vorhaben der Landesregierung sind inakzeptabel. Die 2,5 Durchschnittsgrenze war eine Einigung zwischen den damaligen Regierungsparteien SPD und CDU um mehr Schülerinnen und Schüler den Zugang zum Abitur zu ermöglichen. Ich warne vor einem eventuellen Rückschritt zur 2,0 Hürde. Somit würde vielen Schülerinnen und Schülern der Zugang zur allgemeinen Hochschulreife verwehrt. Die Schwarz/Gelbe Regierung sollte lieber das dreigliedrige Schulsystem abschaffen und das längere gemeinsame Lernen für alle Schülerinnen und Schüler ermöglichen."
Eine nochmalige Bildungsempfehlung in der 6. Klasse ist ein Resultat aus bildungspolitisch fremden Koalitionsverhandlungen der CDU/FDP Regierung um dem Wunsch der FDP nach einer sechsjährigen Grundschule aus dem Weg zu gehen. Studien und andere Länder zeigen immer wieder, dass zum einen eine frühzeitige Selektion vorhandenes Potential nicht ausschöpft. Und zum anderen können Maßstäbe in Form von Noten die Leistung eines Einzelnen nicht bewerten.
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